Erdo Sam

/ geboren 1966 in der Türkei

Erdo Sam studierte in Ankara Germanistik und wechselte 1997 an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, um Germanistik und Pädagogik zu studieren. Nach seinem Magister-Abschluss begann Erdo Sam im Bereich der kontrastiven Sprachwissenschaften zu promovieren, brach dies jedoch ab, um in die freie Wirtschaft zu wechseln. Der Künstler war viele Jahre als Dozent bei der Gesellschaft für berufliche Förderung in Würzburg tätig und ist außerdem Gründungsmitglied des Ausländerbeirats in Würzburg. 1995 erhielt er zusammen mit seinen Kollegen den ersten Friedenspreis der Stadt Würzburg.

Erdo Sams künstlerische Entwicklung nahm zu Beginn der 90er-Jahre ihren Anfang. Er trat der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens bei und wurde eines der jüngsten Mitglieder. In mehreren Gruppenausstellungen zeigte er neben seinen großformatigen Gemälden außerdem seine Schwebeinstallationen. 1994 folgte Erdo Sams erste Einzelausstellung: Im Spitäle Würzburg zeigte der Künstler zum ersten Mal seine „Verbrannten Bilder“, die im gleichen Jahr im State Museum of Majdanek in Lublin, Polen zu sehen waren. Dort stellten 200 Künstler*innen aus unterschiedlichen Nationen ihre Arbeiten zum Thema Auschwitz aus. In seiner Werkreihe setzt Erdo Sam sich mit der Gewalt an der Menschlichkeit auseinander.

Weitere wichtige Werkreihen sind die „Gärtnerinnen“ und der Zyklus „Verbrannte Liebe“.

Erdo Sams Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen in Würzburg und Frankfurt gezeigt worden, etwa in der Gruppenausstellung „Gemischte Gefühle“ im Kunstverein Familie Montez.

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